Ich hab mir Pläne gemacht.

Alles so schön überlegt.

War richtig motiviert.

Freute mich auf die Zeit.

Gedanklich alles vorbereitet.

Schön sollten die Tage werden.

Ausgefüllt mich Bewegung, Spaß, Lachen und Liebe.

Ich hatte mir extra Zeit eingeplant. Wollte nur wenig am Blog machen. Im Haushalt nur das nötigste.

Damit die restlichen Ferientage, auch ohne Papa, schön werden.

Damit die Zeit nicht so lang ist, bis er abends wieder kommt.

Damit die Sehnsucht nicht ganz so groß ist.

Aber dann kam alles anders.

Die letzte Nächte immer wieder wach. Der kleine krank.

Die Augenringe immer dunkler. Die Laune immer schlechter.

Und dann waren alle Pläne dahin.

Mit hohem Fieber kann man keine Ausflüge nach draußen machen. Man hat keine Lust zu backen, zu basteln oder zu spielen.

Dann will man Ruhe und ganz viel kuscheln.

Also waren die Pläne im Kopf schnell gestrichen und Enttäuschung machte sich breit. Enttäuschung bei mir.

„Wie, muss ich denn jetzt alles umschmeißen? Was machen wir denn jetzt den ganzen Tag? Dem großen wird doch langweilig, wenn wir „nichts“ machen? Ich kann doch nicht nur mit dem kleinen den ganzen Tag kuschelnd auf der Couch verbringen? Wieso denn ausgerechnet jetzt, wo ich mir alles so schön ausgemalt hatte? Warum muss das jetzt passieren, wo der Papa wieder arbeiten geht und ich ALLES ALLEINE machen muss?

Gedanken die nicht hilfreich sind. Gedanken die sich an Altem festklammern. An Plänen und Vorstellungen. Gedanken die meine Laune nicht verbessern. Sie lassen mich schwer werden. Ich bin motzig und genervt. Die Jungs sind zum Glück im Kinderzimmer.

Erschöpfung macht sich breit. Die letzten Nächte waren anstrengender als gedacht. Ich fühle mich müde und möchte mich am liebsten im Bett verkriechen. Seit einer Stunde sitze ich am PC und bekomme nicht´s geschrieben. Ich finde nicht mal ein passendes Bild.

Ich atme tief ein und aus. Schließe die Augen. Fühle meine Enttäuschung und Erschöpfung.

Ja, es ist ok sich so zu fühlen.

Ja, das Leben läuft nicht immer nach Plan. Ich habe aber immer noch die Möglichkeit den Tag zu gestalten.

Meine Kinder brauchen mich. Ich habe die Verantwortung dafür wie der Tag nun verläuft und die Möglichkeit aus diesem „schlechten“ etwas „gutes“ zu machen.

Ich kann meinem Kind helfen, schneller wieder gesund zu werden und dafür sorgen das ALLE Bedürfnisse gesehen werden.

Meine Kinder verlassen sich auf mich.

Sie vertrauen mir.

Sie lieben mich.

Ich liebe sie.

Ich merke wie sich meine Schultern entspannen.

Ich merke wie der Frust weicht, die schweren Gedanken sich lösen.

Ich lasse los.

Ich fühle mich leichter. Ich bin wieder verantwortlich für meine Tagesgestaltung.

Ich schalte den Laptop aus.

Ich atme noch einmal tief ein und aus. Spüre die Liebe die sich breit macht, mich ausfüllt und die Annahme der Gegebenheiten.

Es ist so, wie es ist.

Ich werde jetzt Kaffee kochen für mich und dann Mittagessen für uns. Und dann werden wir die Couch ausziehen und kuscheln. Ich werde ihnen vielleicht vorlesen, oder wir werden Hörspiele hören. Vielleicht schauen wir auch einen Film an. Vielleicht lege ich mich mit dem kleinen auch ins Bett um zu schlafen, während der große seiner Lieblingsbeschäftigung nach geht. Vielleicht machen wir aber auch einfach gar nichts von allem.

Es ist nicht wichtig was wir tun.

Es ist wichtig, heute für uns etwas zu tun.

Alles Liebe,

deine Maria

Wenn es anders kommt, als geplant.

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